Kieselalgen kommen hauptsächlich im Meer und in Süßgewässern vor. Sie brauchen reines und kaum verschmutztes Wasser, und sind aus diesem Grunde auch Zeigerorganismen für unbelastete Gewässer.
Sterben die Zellen, sinken sie auf den Grund des Gewässers ab, die organischen Bestandteile werden abgebaut und die Siliziumdioxid-Schalen bilden eine Ablagerung, die sogenannte Kieselgur (Diatomeenerde). Die entstehende Kieselgur wird in Technik, Medizin und Futtermitteln angewendet.
Die Kieselalgen sind Hauptbestandteil des Meeresphytoplanktons und sind die Hauptproduzenten organischer Stoffe, bilden also einen wesentlichen Teil der Basis der Nahrungspyramide. Als Sauerstoff produzierende (oxygene)Phototrophe erzeugen sie auch einen großen Teil des Sauerstoffs in der Erdatmosphäre.
Seit Tausenden von Jahren werden siliciumhaltige Gesteine, Erden, Tone, Pflanzen, Gewässer, Quellen als Heilmittel und Verjüngungsmineral verwendet. SiO2 ist eigentlich die Königin aller Mineralien. SiO2 ist biogen geprägt und hat bei der Entstehung des Lebens auf der Erde maßgeblich mitgewirkt.